Implantierbare Kontaktlinse

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Eine implantierbare Kontaktlinse ( ICL ) eignet sich primär für eine Zielgruppe im Alter zwischen 18 und 40 Jahren, die Symptome hochgradiger Fehlsichtigkeit aufweist. Diese umfasst die Krankheitsbilder von hoher Kurz- bzw. Weitsichtigkeit. Ebenso sind die Kontaktlinsen auf die Bedürfnisse bei starker Hornhautverkrümmung abgestimmt. Der Begriff ICL bezeichnet eine „ implantierbare Collamer Linse" bzw. eine implantierbare Kontaktlinse ( ICL ). Das Einsetzen der ICL impliziert keine notwendige Strukturänderung des Auges. Im Gegensatz dazu werden im Zuge einer LASIK Elemente der individuellen Hornhaut abgetragen. Im Rahmen eines refraktiven Linsenaustausches ( RLA ) erfolgt ein unmittelbares Ersetzen der ursprünglichen Linse mit der Hilfe einer Kunstlinse.

Während der Implantation der ICL wird eine hauchdünne Membran im Bereich zwischen der Regenbogenhaut und der Augenlinse eingefügt. Das entsprechende Implantat korrigiert zielgerichtet das spezifische Krankheitsbild des Auges anlog zum jeweiligem Sehfehler. Der Eingriff führt zu einer nachhaltigen Normalsichtigkeit. Das Implantationsverfahren geht mit keiner Modifikation bzw. Änderung der Hornhautverkrümmung des Patienten einher. Aufgrund dessen zeichnet sich der operative Eingriff im Nachgang durch seine gute Abbildungsqualität aus. Demgegenüber ändern zahlreiche Verfahren, wie etwa Lasereingriffe, die Krümmung der Hornhaut. Als Resultat dessen verschlechtert sich die Abbildungsqualität des Auges signifikant.   

Die Herstellung der Linsen unterliegt strengen Qualitätsanforderungen. Die Basis bilden die individuellen Messdaten der Augen des Patienten. Implantierbare Kontaktlinsen, beispielsweise eingesetzt durch Dr. med Bernhard Febrer Bowen, sind deshalb stets Unikate, weil sie perfekt auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Das Einsetzen einer künstlichen Linse erhält immer die spezifische Nahstellungsreaktion des Auges ( Akkommodation ). Auf diese Weise kann optional eine Kombination mehrerer Fehlsichtigkeiten effektiv korrigiert werden.  

Die implantierbare Kontaktlinse befindet sich nach erfolgtem Eingriff unmittelbar zwischen der Regenbogenhaut und der Augenlinse. Konventionelle Kontaktlinsen fungieren als Sehhilfe, die direkt auf der Hornhaut bzw. der Oberfläche des Auges aufliegen. 

Die implantierbare Collamer Linse setzt sich aus extrem dünnen Materialien zusammen. Die Linse ist somit nicht spürbar. Gleichzeitig sorgt das technologisch innovative Material der ICL dafür, dass die Sehhilfe vollständig unsichtbar ist. Die künstliche Linse enthält ein leistungsstarkes und funktionelles Collagengemisch. Charakteristisch für den Rohstoff ist seine perfekte Biokompabilität. Deshalb ist die ICL sehr verträglich und erzeugt kein Fremdkörpergefühl.

Eine ICL fungiert bis zum Zeitpunkt des Auftretens der Altersweitsichtigkeit ( Presbyopie ) als Instrument, das ein natürliches Sehen ohne störende Fehlsichtigkeit gewährleistet. Daher ist eine implantierbare Collamer Linse mit einer refraktären Korrektur bzw. Sehhilfe gleichzusetzen.  

Setzt die Alterssichtigkeit ein, besitzt eine ICL nicht die Fähigkeit eine Lesebrille effektiv ersetzen zu können. Der Einsatz einer speziellen Brille zur Sehkorrektur ist in diesen Fällen zwingend erforderlich. Betroffene sollten in diesem Zusammenhang die Sinnhaftigkeit bzw. die Wirksamkeit eines refraktären Linsenaustausches hinterfragen. Die Implantation einer künstlichen multifokalen Linse während einer RLA führt in diesen Fällen zu einer langfristigen Korrektur der Sehschwäche.


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